[Kaufberatung] Laptop, Convertible und 2-in-1-Geräte

Microsoft Surface Pro7

Im Homeoffice zu arbeiten ist anders. Das geht schon damit los, dass wir dort weniger Platz als in der Firma haben. Im normalen Büro kann man sich auf einem riesigen Schreibtisch nach DIN-Norm breitmachen. Zu Hause hat man hingegen oft ein winziges Arbeitszimmer, häufig sogar nur eine kleine Ecke am Esstisch. Kein Wunder also, dass in der Homeoffice-Ära platzsparende Laptops die erste Wahl für die Heimarbeit sind.

Aber was kaufen, wenn ein neues Arbeitspferd her muss? Wer auf Apple und macOS schwört, für den ist die Sache klar: Ein MacBook Air oder Pro ist das Mittel der Wahl. Windows-Anwender hingegen haben mehr Auswahl. Nicht nur, was Marken und Modelle betrifft, sondern auch hinsichtlich der grundlegenden Konzepte. Und genau darum soll es hier gehen.

Die klassische Notebook-Bauform

Da wäre zunächst einmal der klassische Laptop oder das Notebook. In der Regel sind diese mobilen Geräte mit einem 13- oder 15-Zoll-Bildschirm, einer Tastatur und einem Display ausgestattet, das man wie bei einem Notizbuch (daher die Bezeichnung „Notebook“) aufklappen kann. So weit, so gut.

Vorteile: In der Regel sind solche Modelle entweder günstiger, oder aber leistungsfähiger und dann deutlich teurer als andere Laptop-Konzepte. Passable Notebooks gibt es schon ab rund 500 Euro. Wer Wert auf bürotaugliche Komponenten wie eine gute Tastatur und ein hochwertiges Display legt, wird im Preisbereich unter 1.000 Euro fündig.

Gaming-Laptops, nicht nur zum Spielen

Aber auch so genannte „Gaming Notebooks“ sind Vertreter dieser klassischen Bauform. Sie bieten viel Prozessorleistung, schnelle Displays und natürlich GPUs, die auch mit aufwendiger 3D-Grafik fertig werden. Weil so viel Leistung viel Strom verbraucht, sind sie außerdem mit leistungsstarken Netzteilen und häufig recht raumgreifenden Lüftern ausgestattet. Kompakte Bauformen und geringes Gewicht sind hier daher die Ausnahme. Preislich gibt es nach oben kaum Grenzen. Einsteiger-Gaming-Notebooks gibt es ab ca. 1.200 Euro, aber auch Preise jenseits der 2.000 Euro sind keine Seltenheit.

Dabei sind Gaming-Notebooks durchaus nicht nur zum Spielen da. Wer auf der Suche nach einem kompakten Rechner für grafikorientierte Arbeiten, VR-Entwicklung oder aufwendige Videobearbeitung ist, liegt damit genau richtig.

Convertibles und 2-in-1

Für klassische Heim- und Mobilarbeiter ist allerdings die Gattung zwischen den Einfach- und Gaming-Laptops am interessantesten. Hier tummeln sich neben diversen ultradünnen Designer-Notebooks auch die so genannten Convertibles und 2-in-1-Laptops (Two in Ones). Das sind Geräte, die je nach Bedarf als klassische Notebooks fungieren oder als Tablet.

Zwei Bauformen sind hier üblich: Zum einen die klassische Notebook-Bauform, allerdings mit um 360 Grad schwenkbaren Display. Das heißt man kann das Display nach hinten klappen und hat dann ein zwar dickeres, aber einigermaßen nutzbares Tablet. Zum anderen gibt es die nach dem Vorbild des Microsoft Surface konzipierten Geräte. Das sind also Tablets, an der man eine dünne Tastatur per Magnethalterung befestigen kann, die bei Nichtgebrauch gleichzeitig als Schutzdeckel dient.

Herausragender Vorteil beider Modelle ist nicht unbedingt die Möglichkeit sie als Tablet nutzen zu können. Vielmehr sind es die berührungsempfindlichen Displays, die in vielerlei Hinsicht das Trackpad beziehungsweise die Maus ersetzen können. Wer eine Weile mit einem berührungsempfindlichen Display gearbeitet hat, möchte die Möglichkeit, durch Webseiten mit dem Finger zu wischen, nicht mehr missen. Auch Bedienelemente mit dem Finger direkt am Display anzutippen anstatt zu klicken, erscheint recht schnell recht natürlich.

Windows auf dem Tablet

Hier müssen wir noch ein oder zwei Worte zum aktuellen Windows verlieren. Es ist durchaus fair zu sagen, dass es sich hierbei nach wie vor um ein Desktop-Betriebssystem handelt. Im Verhältnis sind die herkömmlichen Schaltflächen und Bedienelemente winzig klein und nicht immer einfach zu treffen. Ein optionaler Bedienstift, wie er beispielsweise für Microsoft Surface-Modelle und -Klone anderer Marken erhältlich ist, kann helfen. Ist aber letztendlich nicht immer der Weisheit letzter Schluss.

Alternativ lässt sich Windows 10 aber in einen Tablet-Modus versetzen. Der wirkt allerdings in den meisten Fällen eher wie eine Notlösung. Zwar gibt es dann große Schaltflächen, aber der Rest wirkt eher unausgegoren. Besonders dann, wenn man es mit einer richtigen Tablet-Bedienoberfläche wie Apples iPadOS vergleicht. Dementsprechend werden die meisten Convertibles und 2-in-1-Geräte eher als herkömmliche Notebooks benutzt. Als Tablet eher seltener.

Preislich geht es bei den Convertibles bei rund 700 Euro los. Zumindest dann, wenn es sich nicht um Sonderangebote oder Low-End-Modelle aus dem Hobby-Bereich handelt. Das Groß der für den professionellen Einsatz gedachten Geräte liegt irgendwo zwischen 1.400 und 1.700 Euro. Dafür gibt es in der Regel qualitativ hochwertige Gehäuse, passable Tastaturen und knackscharfe Displays. Auch Webcams und Lautsprecher können in der Regel überzeugen. Prozessorseitig kommen in dieser Preisklasse Intel Core i5 und Core i7 zum Einsatz mit entsprechender Intel-Grafik. Dezidierte GPUs sind – auch wegen der kompakten Bauform der Convertibles – eher unüblich.

Für jeden das Richtige

Bleibt also festzuhalten: Wer Wert auf einen niedrigen Preis legt, wird mit einem herkömmlichen Notebook am glücklichsten. Wem elegante Gestaltung und viel Flexibilität wichtig sind, dem sei ein Convertible beziehungsweise 2-in-1-Gerät ans Herz gelegt. Kompakte Bauform und große Mobilität bieten am ehesten die 2-in-1-Laptops nach Surface-Vorbild. Sie sind im Verhältnis sehr dünn und passen so in jede Tasche. Allerdings haben sie einen Nachteil: Echte Laptops im Sinne des Wortes sind sie nicht. Die flexibel angedockte Tastatur macht das Arbeiten auf dem Schoß nahezu unmöglich.

Ein Tipp zum Schluss: In der nächsten Folge unseres Podcasts „Die Zwei mit dem Hut“ vertiefen wir das Thema Laptop, Notebook und Co. Da gibt es dann noch mehr Tipps zur Entscheidungsfindung.

Bild: Microsoft

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